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FREIE LISTE im SenatWer sind wir?Die Mitglieder der FREIEN LISTE im Senat sind Beschäftigte der Universität, die die Interessen der administrativ-technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Senat vertreten. Einige sind schon lange an der Universität und haben Erfahrung in Gremienarbeit, andere sind neu dabei und bringen einen unverstellten Blick auf die Universität mit. Alle sind wir engagiert, auch in unseren jeweiligen Arbeitsbereichen und kennen die Probleme und Fallstricke, mit denen man täglich zu kämpfen hat. Warum engagieren wir uns?Stiftungsuniversität, Exzellenzinitiative, Drittmitteleinwerbung, Kürzung der Landesmittel, Erhöhung der Studierendenzahlen, Hochschulentwicklungsplanung, Profilbildung… Was steckt hinter den Begriffen und was heißt das für uns konkret? Was ist die Rolle des Senats? Der Abstand zwischen „der Universitätsleitung“ und „den Beschäftigten“ scheint in den letzten Jahren größer geworden, die Inhalte der Hochschulpolitik und das tägliche Erleben scheinen voneinander zu driften. Dabei sollte die Frage, wie sich die Universität entwickeln soll, von allen gemeinsam diskutiert und beantwortet werden. Durch den Fokus auf Exzellenz in der Forschung und Verbesserungen in der Lehre gerät leicht aus dem Blickfeld, dass Entscheidungen des Präsidiums oder des Senats „Neben-Wirkungen“ auf die Organisation Universität haben. Diese Auswirkungen werden häufig nicht oder nicht ausreichend bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt. Nur als ein Beispiel für viele genannt, haben die Prüfungsämter seit langem eine erhebliche Überlast nicht nur durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge, sondern auch durch ständige Änderungen der Satzungen und Prüfungsordnungen. Die organisatorische und personelle Ausgestaltung der Ämter hat mit der Übertragung neuer Aufgaben nicht Schritt gehalten. Die Gruppe der administrativ-technischen Beschäftigten hat insofern besonders zu leiden, da sie im Verhältnis zu Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden eher der Aufmerksamkeit entgleitet. Die mangelnde Präsenz dieser Gruppe im universitären Bewusstsein ist für uns nicht nachvollziehbar. Diese Gruppe trägt die Infrastruktur, die Voraussetzung dafür ist, dass Forschung und Lehre überhaupt erfolgreich betrieben werden können. Wie könnte Universität funktionieren ohne Sekretariate, Dekanante, Prüfungsämter oder Labore oder ohne zentrale Einrichtungen wie das Immobilienmanagement, das HRZ, das SSC, Bibliotheken, Personal- und Finanzverwaltung und vieles mehr? Was wären diese Einrichtungen ohne fachkundiges und engagiertes Personal? Für gute Arbeitsergebnisse müssen aber auch die Bedingungen stimmen. Planungssicherheit, Kontinuität und Verlässlichkeit von Entscheidungen sind nur einige, aber wichtige Faktoren hierfür. Wir als FREIE LISTE im Senat werden dafür sorgen, dass die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Strukturen und die Beschäftigten frühzeitig erkannt und artikuliert werden, mit dem Ziel, diese Auswirkungen in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Wieso engagieren wir uns im Senat?Der Senat ist zuständig für die akademische Selbstverwaltung. Er hat neben dem Satzungsrecht Beratungs- und Kontrollrechte gegenüber den anderen Gremien der Universität. Das Präsidium berät er in Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium, die die gesamte Hochschule betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind und überwacht dessen Geschäftsführung. So wurde die Erhöhung der Studierendenzahlen sowie deren langfristige Wirkung äußerst kritisch und kontrovers diskutiert. Keine befriedigende Antwort gibt es bisher auf die Frage, wie diese zusätzlichen Belastungen abgefangen werden sollen. Satzungsrecht heißt, dass der Senat über Prüfungsordnungen und andere, Forschung, Lehre und Studium betreffende Satzungen beschließen kann. Von diesem Satzungsrecht hat er in den letzten Jahren ausgiebig Gebrauch gemacht. Auch Ergebnisse der kurzfristig ins Leben gerufenen „Bologna-Werkstätten“ führten zu Korrekturen relativ neu erlassener Satzungen. Dabei war manche Entscheidung für die, die sie umzusetzen hatten, überraschend, nicht nachvollziehbar oder widersprüchlich. Unter dem erhöhten Kostendruck werden die Entscheidungsrechte des Senats über die Entwicklungsplanung der Hochschule oder über die Einführung und Aufhebung von Studiengängen an Brisanz gewinnen. So soll in Kürze ein neuer Hochschulentwicklungsplan gestaltet werden, der die Ausrichtung für die nächsten Jahre festlegen wird. An der Entwicklung des Leitbilds und der Zukunftsplanung der Universität möchten wir uns beteiligen. In Bezug auf Zielvereinbarungen und vor allem den Budgetplan hat der Senat „nur“ das Recht zur Stellungnahme, aber keine Veto-Rechte oder andere Möglichkeiten, seine Vorstellungen durchzusetzen. Machen wir uns da nichts vor, das ist ein schwaches Recht. Dennoch führt es nicht nur zu einer stetigen Information des Senats und damit der universitären Öffentlichkeit, sondern auch zu einem hohen Rechtfertigungsdruck des Präsidiums. Im Senat können die Positionen der Gruppen gegenüber dem Präsidium geltend gemacht werden und durch gute Überzeugungsarbeit zumindest teilweise durchgesetzt. Hier ist es ganz zentral, dass die Interessen der administrativ-technischen Beschäftigten nachdrücklich eingebracht werden. Was wollen wir im Senat?Einfluss nehmen! Im Senat ist zwar die Gruppe der administrativ-technischen Beschäftigten nur mit zwei von siebzehn Sitzen vertreten, und nur einer der beiden Sitze ist mit einem Mitglied der FREIEN LISTE im Senat besetzt. Aber wir sind sicher, dass wir trotzdem einiges bewegen können. Wir werden auf andere Senatsmitglieder und Interessenvertretungen zugehen und deren Interessen ausloten.Wir werden überzeugen, denn guten Argumenten sind auch die Vertreter anderer Gruppen meist zugänglich. Wir werden Interessen bündeln und gemeinsam durchsetzen. In den verschiedenen Senatskommissionen können wir unmittelbar Einfluss nehmen auf die Vorschläge, die dem Senat als Gremium vorgelegt werden.
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!Da wir alle weiter in die laufenden Arbeiten unserer jeweiligen Bereiche eingebunden sind, werden wir die „Bodenhaftung“ nicht verlieren. Dennoch legen wir während der gesamten Zeit unseres Mandats auf regen Austausch mit Ihnen großen Wert. Deshalb: Sprechen Sie uns an, Ihre Fragen und Anregungen sind ausdrücklich willkommen!
geändert am 21. Oktober 2011 E-Mail: Webmasterbuchberger@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 21. Oktober 2011, 08:45
http://www.uni-frankfurt.de/org/ltg/grem/gruppen/fls/index.html